ღRezension zu >Young World< von Chris Weitzღ

-> Rezension – Young World – die Clans von New York, Band 1 –Chris Weitz – 384 Seiten – dtv

Der Inhalt:

Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox,das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Nähere Informationen findet ihr auch hier:

http://www.dtv-dasjungebuch.de/buecher/young_world_-_die_clans_von_new_york_76121.html

Das Cover:

Das Cover gefällt mir ziemlich gut. Es ist passend für eine Dystopie. Man sieht ein recht zerfallenes New York, was wiederum gut zur Storypasst. Die Farben passen gut zur PicsArt_1442047848453 (1)Stimmung, die im Buch vermittelt wird. Das Cover ist für mich ein Blickfang und ich wäre wohl auch im Buchladen davor stehen geblieben und hätte es mir näher angeschaut, wenn der liebe dtv mir nicht ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hätte – an dieser Stelle nochmal tausend Dank dafür!

Der Schreibstil:

Chris Weitz hat einen leichten, bildreichen und angenehmen Schreibstil, der die Seiten dahin fliegen lässt und manchmal wie ein Drehbuch zu einem Film wirkt. Oh Wunder, Chris Weitz ist ja auch Regisseur! Das liest sich aber wirklich ziemlich gut! Die Story bleibt durch den flüssigen Schreibstil immer spannend und hat mich von der ersten Zeile an gefesselt. Der Autor hat seinen beiden Protagonisten verschiedene Erzählstile zugeordnet. Dadurch – und durch die unterschiedlichen Schriftarten – kann man beide Erzählperspektiven gut auseinander halten. Eine tolle Idee!

Meine Meinung:

Die Story hat mir richtig gut gefallen. Durch eine Epidemie/Seuche sind alle Erwachsenen und Kinder gestorben. Die überlebenden Jugendlichen haben sich in ihrer Welt arrangiert und sich zu Clans zusammen gefunden, um sich das Leben ein bisschen zu erleichtern, denn in einer Gruppe lässt sich ein Überlebenskampf doch etwas leichter führen. Doch auch das schützt sie nicht vor der Seuche. Mit 18 (an ihrem Geburtstag oder ein paar Tage danach) erliegen auch sie der Krankheit und sterben. Als Leser wird man zu Beginn quasi ins kalte Wasser geworfen, aber im Laufe der Geschichte erfährt man mehr über die neue Welt, die Krankheit und die Art und Weise, wie die Überlebenden miteinander umgehen (und das ist manchmal doch echt ziemlich krank und leider auch irgendwie realistisch).

Die beiden Protagonisten Jefferson und Donna sind Mitglieder des Washington Square Park Clans. Jefferson ist dabei nach dem Tod seines Bruders unfreiwillig zum Anführer ernannt worden. Er war mir gleich zu Anfang sehr sympathisch. Er ist klug, optimistisch und oft durchaus für eine Überraschung gut. Er glaubt fest daran, dass es ein Heilmittel für die Seuche gibt und setzt alles daran um es zu finden. Er entwickelt sich im Lauf der Geschichte und wächst in die Rolle als Anführer herein. Dabei bleibt er loyal und scheut keinen Kampf, um die anderen zu beschützen. Gerade das hat mir an ihm so gut gefallen.

Donna fand ich ebenfalls gleich super. Sie ist intelligent, witzig und nicht gerade auf den Mund gefallen, was mich unzählige Male laut hat lachen lassen. Ihre Gedanken sind einfach herrlich zu lesen und die Art und Weise wie sie Dialoge wiedergibt war erfrischend einfach und spritzig. Donna ist mit Jefferson und seinem Bruder Washington aufgewachsen, kennt beide also gut und andersrum genauso. Donna ist in dem ganzen Gespann die einzige, die irgendwie in der Vergangenheit lebt. Natürlich haben alle jemanden verloren,aber sie musste ihren kleinen Bruder sterben sehen, was sie jeden Tag verfolgt und wodurch man als Leser immer wieder kleine Szenen nacherlebt. Ich konnte mit ihr gut mitfühlen und mich in sie hineinversetzen. Aber irgendwann erkennt auch Donna, dass es sich nicht lohnt in der Vergangenheit festzusitzen und ihr Leben (wortwörtlich) viel zu kurz ist.

Auch die restlichen Charaktere waren gut ausgearbeitet und haben mir gefallen. Allen voran der schwule, afroamerikanische Peter, der für die eine oder andere witzige Unterhaltung gesorgt hat. Oder SeeThrough, in der mehr steckt, als man am Anfang vermutet.

Gut finde ich auch, dass der Autor sich nicht scheut einige gravierende Geschehnisse einzubauen. Das passt erstens zum Genre und vermittelt dem Leser eine gewisse Glaubwürdigkeit der Geschichte.

Leider hat der Roman gegen Ende etwas an Spannung verloren und auch die verschiedenen Erzählweisen sind von Kapitel zu Kapitel ineinander verlaufen. Ich hätte es wirklich gern gesehen, dass Chris Weitz diese tolle Idee bis zum Ende durchzieht, das ist ihm – meiner Meinung nach – aber nicht ganz gelungen.

Fazit:

Trotzdem hat mich die Geschichte echt gefesselt. Ich finde die aufgebaute Welt und deren Umstände spannend, die Charaktere sind überzeugend und vielseitig, die Story hat einen gelungenen Spannungsbogen und etliche unvorhersehbare Wendungen. All das hat mich von dem Roman überzeugt und ich freue mich auf die Fortsetzung! Ich vergebe 4 / 5 Leseeulen!

Elena von Bücher ღ weil wir sie lieben

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