ღRezension zu >Crossroads: Ohne Ausweg< von Michelle Ravenღ

Rezension – Crossroads: Ohne Ausweg, Band 2 – Michelle Raven – 472 Seiten – Egmont LYX Verlag

Vielen Dank an den LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!

Weitere Informationen zum Buch findet ihr hier:

http://www.egmont-lyx.de/buch/ohne-ausweg/

Der Inhalt:

Vor vier Jahren wurde Damon Thomas wegen Mordes an seiner ehemaligen Geliebten verurteilt. Doch Damon ist unschuldig. Während eines Gefangenentransports gelingt ihm die Flucht, und er will diese Chance nutzen, um Bellas wahren Mörder zu finden. Dabei ist er nicht allein: Auch die FBI-Agentin Valerie Hayes, der er bereits während seiner Flucht begegnet ist, ermittelt in dem Fall. Aber Valerie weckt mit ihren Nachforschungen schlafende Hunde, und schon bald sind sie und Damon in großer Gefahr.

(Inhalt von Lovelybooks.de)

Das Cover:

Das Cover PicsArt_1446111769380passt gut ins Genre. Die Farben, die Schrift und der Hintergrund (das ernste Gesicht von – vermutlich – Damon, dem Protagonisten) passen zur Story und versprechen eine spannende Handlung.

Der Schreibstil:

Ich muss sagen, dass dieses Buch meine erstes der Autorin war, über die ich aber schon viel gehört hatte. Demzufolge waren meine Erwartungen also doch recht hoch. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt den Leser gut in die Geschichte finden. Die Kapitel sin
d abwechslungsreich, da sie abwechselnd aus der Sicht von Damon, Valerie und Gabriel erzählt werden. Das passt hier wirklich gut zur Geschichte, da viele Handlungsstränge wichtig sind und am Ende zusammen laufen.

Meine Meinung:

Wie schon erwähnt, es war mein erstes Buch der Autorin. Das Genre habe ich auch erst vor ein paar Monaten für mich entdeckt. Demzufolge war das erste Buch, das ich in diesem Stil und mit so einer Story gelesen habe auch wirklich ein Knaller. Hinzu kommen meine recht hohen Erwartungen, weil ich schon viel Gutes über Michelle Raven gehört und gelesen habe. Nur leider wurde ich von diesem Buch doch ein bisschen enttä
uscht. Aber die Autorin hat mich mit dem spannenden Ende und ein paar guten Wendungen wieder für sich gewonnen.

Damon Thomas war mir gleich sympathisch, auch wenn er durch die Ereignisse in seiner Vergangenheit sehr geprägt ist. Seit Monaten befindet er sich auf der Flucht, davor war er als verurteilter Mörder im Gefängnis. Da ist es klar, dass das nicht einfach so an ihm vorbei geht. Er ist gezeichnet von den Geschehnissen und versucht nun die Wahrheit ans Licht zu bringen. Er ist intelligent, hat einen Sinn für Recht und Gerechtigkeit und wirkt einfach authentisch. Er ist ein Familienmensch und es macht ihm schwer zu schaffen, dass er seine Eltern und seine Schwester lange nicht gesehen hat und sie auch nicht kontaktieren kann. Das hat ihn mir noch sympathischer gemacht.
Auch Valerie Hayes habe ich sofort gemocht. Sie ist FBI Agentin, aber sie fügt sich nicht blind irgendwelchen Befehlen. Sie ist eine eigenständige, unabhängige Frau und macht sich so ihre eigenen Gedanken zum Fall Damon Thomas. Sie hat schnell durchschaut, dass bei dessen Verurteilung etwas nicht stimmt und geht dem Ganzen auf die Spur. Das finde ich mutig und lobenswert. Die Entscheidung lässt sie natürlich irgendwann mit Damon zusammen treffen.

Als Damon und Valerie aufeinander treffen, wissen beide erst einmal nicht, wie sie vom anderen denken sollen, aber aus der anfänglichen Skepsis wird dann schnell eine Vertrauensbasis, die emotional und rührend ist. Valerie glaubt Damon und steht ihm bei – etwas, das er definitiv nötig hatte nach all der Ablehnung und den Vorurteilen. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, das war aber auch nicht weiter schlimm. Was man für den zweiten Teil zwingend wissen muss, fügt Michelle Raven geschickt in die Geschichte ein, sodass man nicht das Gefühl hat, mit der Geschichte, den Gedanken und Ereignissen nicht mitzukommen. Das fand ich wirklich schön und es macht auch Lust den ersten Teil vielleicht doch noch zu lesen.

Was mich aber wirklich gestört hat, waren die endlos langen Passagen, die mit den Gedanken der Protagonisten gefüllt waren. Logisch, dass ich da so potenziell nichts dagegen habe. Sonst würde ich so ein Buch nicht lesen, wenn ich nicht wissen wollte, was die Protas
denken. Aber wenn ich dieselben Gedanken immer und immer wieder, seitenlang lesen muss, dann wird die Story leider irgendwann ein bisschen langweilig und mein Lesefluss gestört. Im ersten Drittel dachte ich noch, dass sich das bestimmt bald legt, aber leider ging es so weiter. Ich musste mich im zweiten Drittel wirklich anspornen, damit ich nicht aufhöre und das ärgert mich doch sehr. Vielleicht liegt es an den anderen wirklich guten Romantic Thrill Büchern, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, aber hier hat mir die Spannung im Großteil des Buches einfach gefehlt. Die Geschichte war voraussehbar und irgendwie eintönig.

Doch dann
kam das Ende und die Autorin hat mich wieder begeistern können. Es gab ein paar Wendungen, die ich doch nicht so ganz erwartet hatte und die mich dann wieder fesseln konnten. Besonders die Wandlung von Gabriel Lynch (Valeries Vorgesetzter) fand ich gut umgesetzt. War er mir anfangs doch noch nicht so wirklich sympathisch, so änderte sich das je näher ich dem Ende kam. Vielleicht habe ich mit meiner Vermutung ja recht und der eventuelle dritte Teil dreht sich um ihn. Dann würde ich sogar weiterlesen.

Fazit:

Spannender, emotionaler Thriller mit kleinen Schwächen. Die Langatmigkeit an manchen Stellen wird durch die unvorhersehbaren Wendungen am Ende wieder ausgeglichen. Ich vergebe 3,5 / 5 Leseeulen!

Elena von Bücher ღ weil wir sie lieben

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