ღRezension zu >Talon: Drachenherz< von Julie Kagawaღ

Rezension – Talon: Drachenherz, Band 2 – Julie Kagawa – 545 Seiten – Hardcover – Reihe – Heyne fliegt

Einen herzlichen Dank an den Heyne fliegt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Diese Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten!

Nähere Infos zum Buch und zur Reihe erhaltet ihr hier:

https://www.randomhouse.de/Buch/Talon-Drachenherz-Roman/Julie-Kagawa/e466368.rhd

Der Inhalt:

Es gibt nichts Gefährlicheres, als dein Herz dem Falschen zu schenken

Seit sich das Drachenmädchen Ember und der St.-Georgs-Ritter Garret das erste Mal gesehen haben, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Sie sind dazu bestimmt, einander bis zum Tode zu bekämpfen, doch sie kommen nicht gegen die starken Gefühle füreinander an. Als Garret Ember in der Stunde der Entscheidung rettet, wird er als Verräter eingekerkert.

Ember fasst den halsbrecherischen Entschluss, ihn mitten aus dem Hauptquartier der Georgsritter zu befreien. Das kann ihr aber nur mithilfe des abtrünnigen Drachen Cobalt gelingen. Doch wird der sein Leben aufs Spiel setzen, um seinen Erzfeind – und Rivalen um Embers Herz! – zu retten? Und falls der Plan gelingt: Welche Chance hätten die drei ungleichen Gefährten, wenn der Talonorden und die Georgsritter sie jagen?

Das Cover:

12506810_957923707627263_1084641242_nDas Cover ist mal wieder atemberaubend und gefällt mir fast noch besser als das zum ersten Teil. Auch hier reiht es sich perfekt neben der Plötzlich Fee Reihe ins Regal, was ich einfach unglaublich schön finde und wofür ich mich beim Verlag ganz besonders bedanken möchte! Dieses Mal ist die vordergründige Farbe Pink und auch hier sieht man wieder das Gesicht einer Mischung aus Mensch und Drachen, was einfach eindrucksvoll aussieht und zum Anstarren anregt (ganz ehrlich, ich könnte das Cover stundenlang nur ansehen).

Der Schreibstil:

Was soll ich da groß schreiben? Julie Kagawa schreibt in ihrem gewohnt flüssig, leichten Stil und verschafft uns Lesern damit einen tollen Lesefluss, der so gut wie nie durch irgendwas gestört wird. Besonders die Auseinandersetzungen zwischen Ember und Riley finde ich immer wieder amüsant. Auch sind die vielen, bildhaften Beschreibungen einfach traumhaft und sorgen dafür, dass man sich restlos in der Geschichte verlieren kann und glaubt man wäre tatsächlich selbst mitten im Geschehen.

Meine Meinung:

Selten stehen bei mir mehrere Reihen eines Autors oder einer Autorin auf dem gleichen Podest, aber Julie Kagawa schafft es einfach, dass man sich auf jede ihrer Geschichten komplett einlassen kann. Das liegt vor allem an den tollen, vielschichtigen Charakteren, aber auch an ihrem Ideenreichtum. Ich hatte anfangs wirklich ein bisschen Angst, dass ich von der Talon Reihe etwas enttäuscht sein könnte, weil ich Plötzlich Fee so liebe, aber diese Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet. Ich liebe beide Reihen mittlerweile abgöttisch und weiß, dass ich sie noch viele Male lesen werde (was auch nur selten vorkommt).

Auch im zweiten Teil wird man wieder mitten ins Geschehen geworfen. Man begleitet Garret bei seinem Prozess und durchlebt gemeinsam mit Ember die Vorbereitung auf dessen Befreiung, aber man spürt auch, dass der Rest ihres neuen Teams von der Mission alles andere als begeistert ist. Wer kann es ihnen verdenken? Zwei Drachen wollen in ein Ordenshaus einbrechen, wo es von Feinden wimmelt, die sie ohne zu zögern töten würden. Noch dazu wollen sie einen von ihnen befreien… Da fängt man sogar als Leser an zu zweifeln. Aber man kann auch Embers Beweggründe verstehen. Immerhin hat Garret sie und Riley am Ende des ersten Bandes gerettet. Außerdem weiß man, dass sie noch immer Gefühle für ihn hegt. Und so beginnt ein gefährliches Abenteuer, das Ember und ihre Freunde bis an ihre Grenzen treibt.

Julie Kagawa weiß genau, wie sie die Gefühle ihrer Protas perfekt vermitteln kann. Wir Leser erleben die Gedanken von Ember, Riley, Garret und Dante aus erster Hand, denn auch in diesem Teil lesen wir die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven. Und das gelingt der Autorin hier richtig gut. Zudem erfahren wir mehr über Talon und den Georgs Krieger Orden. Auch Riley spielt in diesem Teil eine größere Rolle und wir durchleben mit ihm gemeinsam immer wieder Stücke seiner Vergangenheit, seine Entwicklung vom Talonanhänger zum Einzelgänger, was ich sehr spannend fand und was uns den Charakter natürlich ein Stück weit näher bringt. So kann man viele seiner Reaktionen nachvollziehen. Durch Dante bleiben wir auch an den Machenschaften von Talon dran und verstehen von Seite zu Seite besser, warum Riley und Ember sich von der Organisation losgesagt haben.

Ember wächst mir immer mehr ans Herz und ich finde sie einfach super. Liegt vielleicht daran, dass ich mich mit ihr so gut identifizieren kann. Ich verstehe ihre Gedankengänge total und kann mich zu jeder Zeit in sie hineinversetzen – selbst, wenn sie mal wieder etwas total Dummes anstellt. Sie ist stark, dickköpfig, emotional und loyal (auch wenn ihr letzteres manchmal zum Verhängnis wird).

Ich muss ja sagen, dass ich eindeutig Team Riley bin und Garret es mir deswegen wirklich schwer macht. Beziehungsweise ich es mir mit ihm schwer mache. Zu Beginn des ersten Bandes fand ich ihn toll, doch dann nahm das nach und nach ab. Zu Beginn des zweiten Bandes war ich ziemlich hin und her gerissen. Ich kann es nicht einmal genau begründen. Vielleicht liegt es daran, dass er sich nie so wirklich entscheidet. Seine ständigen Zweifel fangen nach einer gewissen Zeit an zu nerven, aber im letzten Drittel des Buches wird es definitiv besser. Trotzdem er steht einfach zwischen Riley und Ember!

Riley ist einfach toll. Ich glaube, ich habe mich ernsthaft mal wieder in einen Buchcharakter verliebt. Er ist stark, eigensinnig, beschützt die, die er liebt um jeden Preis. Und im Gegensatz zu Garret zeigt er das auch. Er weiß, wofür er steht und riskiert alles, um seine Ziele zu erreichen. Dabei weiß er stets, dass es schon in den nächsten Minuten vorbei sein könnte, aber er schreckt vor nichts zurück. Bitte, bitte, liebe Julie Kagawa, lass Ember sich für ihn entscheiden!

Meine Befürchtungen zu Dante haben sich bestätigt und so kristallisiert sich in diesem Teil heraus, um was es ihm wirklich geht: nämlich um Macht, nicht um Familie. Für Ember tut mir das sehr leid, denn man merkt einfach, dass sie immer noch an ihrem Bruder hängt und es ihr sehr schwer fällt einzusehen, dass er nicht der ist, für den sie ihn hält. Aber was würden wir ohne einen fiesen Bösewicht tun? Uns langweilen! Deswegen musste es einfach so kommen.

Mal wieder kann ich den nächsten Teil kaum erwarten und freue mich schon riesig darauf zu erfahren, wie es mit unseren Helden weitergeht (und vor allem, für wen Ember sich entscheiden wird und was Talon wirklich plant).

Fazit:

Ich bin begeistert! Auch der zweite Teil der Talon Reihe konnte mich restlos überzeugen. Die Geschichte bleibt spannend, ideenreich und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich vergebe grandiose 5 / 5 Leseeulen und freue mich auf die Fortsetzung!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

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