ღRezension zu >Clans der Seeker: Die Stunde des Fuchses< von Arwen Elys Daytonღ

Rezension – Die Clans der Seeker: Die Stunde des Fuchses, Band 1 – Arwen Elys Dayton – 470 Seiten – Arena Verlag

Vielen Dank an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der Inhalt:

Eine epische Saga von Freundschaft, Macht, Verrat und wahrer Liebe.

In der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, wird sie endlich werden, was all ihre Vorfahren vor ihr waren. Ein Seeker. Eine ehrenvolle Kämpferin für die Schwachen und Unterdrückten. Seite an Seite mit ihren engsten Gefährten John und Shinobu. Ihre große Liebe. Ihr bester Freund. Doch in der Nacht, in der Quin ihren Eid ablegt, verändert sich alles. Ein Seeker zu sein, ist nicht, was sie dachte. Ihre Familie ist nicht, was sie dachte. Selbst der Junge, den sie liebt, ist nicht, was sie dachte. Und nun ist es zu spät, davonzulaufen.

Das Cover:

PicsArt_1450626490748Das Cover ist schlichtweg einfach bezaubernd und zwar so sehr, dass es mich direkt in seinen Bann gezogen hat. Ich liebe die Farben, das Motiv und diese goldenen Akzente. Das Cover verkörpert die Geschichte sehr gut, denn auch hier wird das Zusammenwirken von Tradition und Moderne schon durch die Stadt im Hintergrund und die traditionelle Waffe im Vordergrund angedeutet. Die ornamentalen Blumenranken runden das Gesamtbild ab.

Der Schreibstil:

Der Schreibstil der Autorin ist stets flüssig und zieht den Leser einfach sofort in die Geschichte. Man erlebt die Story aus verschiedenen Perspektiven, wodurch man sich in jede Figur gut hineinversetzen kann. Die Umgebungs- und Charaktereschreibungen sind detailliert, sodass einfach ein großer Sog entsteht und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Die Autorin scheut sich nicht vor brutalen, blutigen Szenen, was die Story sehr authentisch erscheinen lässt.

Meine Meinung:

Meine Güte, dass ich so oft auf dem Holzweg bin, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Die Handlung dieser Geschichte wird durch plötzliche Wendungen bestimmt, die man einfach nicht vorhersehen kann. Das Buch ist von der ersten Seite an spannend und das zieht sich kontinuierlich bis zu den letzten Seiten. Es ist vor allem die Welt der Seeker, die den Leser dabei in ihren Bann zieht. Hier liest man Urban Fantasy vom feinsten, die sich in der Mischung aus den Traditionen Schottlands und der faszinierenden Mystik und erfrischenden Moderne Hong-Kongs widerspiegelt.

Gleich zu Beginn lernt man die drei Protagonisten Quin, John und Shinobu kennen, die durch ihre Vielschichtigkeit eine unheimliche Dynamik in die Story bringen.

Quin hat mir hier am meisten gefallen. Aufgrund ihrer Ausbildung ist sie unheimlich taff und stark, was mich an manchen Stellen wirklich sehr beeindruckt hat. Sie hat eine tolle Art mit manchen Dingen umzugehen und ist dabei nicht perfekt. Sie macht Fehler, steht dann aber auch dazu und versucht sich ständig zu bessern.

John und Quin haben eine heimliche Beziehung, weil John in den Reihen der Seeker nicht wirklich akzeptiert wird. Man spürt sofort, dass er es ziemlich schwer hat und hart dafür kämpfen muss, um sich seinen Respekt und die Anerkennung zu verdienen. Er macht im Laufe des Buches eine große Entwicklung durch und hat an vielen Stellen dafür gesorgt mich wirklich zu überraschen. Trotzdem war er mir immer sehr sympathisch

Mit Shinobu habe ich mich anfangs doch etwas schwer getan, und ich weiß nicht mal direkt, woran es eigentlich liegt. Er ist in einer gewissen Weise sehr mysteriös, weil er einige Geheimnisse hütet, und hat die gleiche Ausbildung wie Quin erhalten. Er ist an ihrer Seite, als sie die ganze Wahrheit über die Seeker herausfinden und gemeinsam versuchen sie dann den richtigen Weg zu finden, aber der Funke zwischen Shinobu und mir wollte dann doch erst relativ spät überspringen…

Zu Maud möchte ich gar nicht so viel sagen, weil das sonst der Spannung ein bisschen den Wind aus den Segeln nehmen würde. Deswegen: Lest selbst und lasst euch überraschen!

Jeder unserer Protagonisten muss im Laufe der Story feststellen, dass er nicht immer nur nach seinen Gefühlen handeln kann, was sie alle vor die ein oder andere kniffelige Entscheidung stellt. Auch die anderen Charaktere sind gelungen und spannend gestaltet. Sie passen gut in das Bild und auch in die Geschichte.

Insgesamt finde ich die Ideen, die die Autorin hier verwirklicht hat, sehr faszinierend. Unter den Seekern konnte ich mir anfangs nichts vorstellen, was das Ganze natürlich noch spannender für mich gemacht hat. So habe ich dann mit Quin und Shinobu mitgelitten, als die die Wahrheit erfahren haben und was das eine oder andere Mal wirklich erschüttert, was die Welt angeht, in der sie aufgewachsen sind.

Im Laufe der Geschichte tun sich viele Fragen auf, die nicht alle beantwortet werden, was natürlich die Spannung erhöht und den Leser dazu bringt sich auf den nächsten Teil zu freuen. Trotzdem hätte ich mir gern ein bisschen mehr Tiefe und vielleicht ein paar Erklärungen erhofft, die uns die Autorin im nächsten Band (hoffentlich) liefern wird.

Fazit:

Ein spannendes, ideenreiches und überraschendes Fantasyabenteuer, das mich defintiv beeindruckt hat. Wer Geschichten mit abwechslungsreichen Charakteren, unvorhersehbaren Wendungen, atemberaubenden Schauplätzen und einem anderen Weltbild mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen. Ich vergebe 4.5 / 5 Leseeulen und freue mich auf die Fortsetzung!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

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ღRezension zu >Royal: Passion< von Geneva Leeღ

Rezension – Royal: Passion, Band 1 – Geneva Lee – 448 Seiten – Blanvalet Verlag (EBook Edition)
Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar und die Möglichkeit das Buch vorab zu lesen!
Hier findet ihr nähere Infos zum Buch:
Der Inhalt:
Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor …
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht: Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy … Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist Clara dieser magischen Anziehungskraft gewachsen?
Das Cover:
PicsArt_1450032539756Puh, ich weiß nicht, was ich da groß sagen soll. Es ist einfach bezaubernd und zieht einfach jeden Blick auf sich. Es ist unheimlich erfrischend mal kein umschlungenes Pärchen auf dem Cover zu sehen, was in diesem Genre ja nun wirklich keine Seltenheit ist. Die Farben wirken kühl, aber durch die schönen Ornamente kommt eine gewisse Verspieltheit und Romantik dazu. Das passt perfekt zur Geschichte und ich könnte das Cover den ganzen Tag lang anstarren, wenn mich die Story nicht so fesseln würde.
Der Schreibstil:
Geneva Lees Schreibstil ist einfach super gut! Wie sonst hätte ich dieses Buch wohl in wenigen Stunden auslesen können? Der Stil der Autorin ist flüssig, jung und passt zu den Charakteren. Man erlebt die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Clara, was ich ja sowieso sehr gern mag und wodurch man sich einfach sehr gut in sie hineinversetzen kann. Noch besser hätte ich es gefunden, wenn Geneva Lee nicht in der Vergangenheitsform geschrieben hätte, aber das ist eben mein Empfinden. Ich mag bei solchen Büchern die Gegenwartsform. Aber das tut hier eigentlich nichts zur Sache und ist nur mein persönlicher Geschmack (und somit Meckern auf hohem Niveau).
Meine Meinung:
Heiß. Heißer. Alexander.
Anders kann ich es eigentlich gar nicht sagen, und da bin ich bei Buchcharakteren doch sehr wählerisch. Aber Alexander hat es geschafft sich in mein Herz und in meine Rangliste männlicher Charaktere zu schaffen, bei denen ich durchaus auch weiche Knie bekommen würde. Und das liegt nicht nur an seinem Namen, der – meiner Meinung nach – schon Macht und Größe ausstrahlt. Wenn man in die Geschichte zurückblickt, ist das auch kein Wunder.
Rockstars, Millionäre, Rennfahrer, ihr könnt einpacken! Jetzt kommt His Royal Hotness Alexander, Kronprinz von England, der so ganz anders ist, als ich mir einen Prinzen vorgestellt habe. Ja, okay, er ist attraktiv, einschüchternd und manchmal auch sehr von sich überzeugt, aber da sind auch so viele andere Seiten an ihm, die mich viel mehr fasziniert haben. Zum Beispiel sein großer Drang die zu schützen, die er liebt. Und zwar ganz gleich, ob sie etwas mit ihm zu tun haben wollen oder nicht. Er ist fürsorglich, auf der anderen Seite aber manchmal auch so kalt, dass mir das Herz stehen blieb. Alexander übt einfach eine große Anziehungskraft aus, der man sich auch als Leser nicht entziehen kann. Es gab so viele Momente, in den ich laut seufzen musste (und ich will gar nicht wissen, was meine Mitmenschen da gedacht haben). Aber dieser Kronprinz hat es einfach drauf Frauenherzen höher schlagen zu lassen und ich kann Clara verstehen, dass sie sich so schnell in ihn verliebt hat.
Apropos Clara … Das Mädel hat mir auf Anhieb gefallen. Sie ist so normal unter all den aristokratischen und adligen Menschen in dieser Geschichte. Sie hat ihre Meinung, an der sie festhält, sie lässt sich nicht alles gefallen (nicht mal vom Königshaus) und sie ist einfach schrecklich authentisch. Ich muss sagen, dass ich mich mit ihr gut identifizieren kann, was mir die Geschichte natürlich noch ein bisschen schmackhafter gemacht hat. Ich konnte ihre Gedanken nachvollziehen, ihre Zerrissenheit und Handlungen.
Nach dem ersten Kuss, glaubt sie nicht den Kerl je wieder zu sehen, der sich dann als Prinz entpuppt. Dann denkt sie, dass sie sich auf einen One-Night-Stand einlässt, schließlich auf eine Affäre. Aber als Leser bemerkt man doch schnell, dass Alexander es erschütternd ernst mit ihr meint, wodurch er mich unheimlich überrascht hat. Und wisst ihr was? Dieses Gemecker, man kann sich nicht so schnell in jemanden verlieben, kann ich langsam nicht mehr hören und lesen. Mag sein, dass es nur mir so geht, aber erstens hab ich es schon selbst erlebt und zweitens: Wenn ich mich in Alexander innerhalb weniger Seiten verlieben kann (und ich lese nur von ihm), warum soll sich Clara dann nicht so schnell in ihn verlieben?
Ach, diese Zwickmühle. Ich will euch ja eigentlich nicht zu viel verraten … Deswegen muss es dabei bleiben.
Wer bei diesem Buch an Shades of Grey denkt, liegt gar nicht mal so falsch. Denn tatsächlich gibt es einige Punkte, in denen sich beide Reihen ähneln, aber trotzdem ist dieses Werk etwas völlig anderes. Ja, die Protas haben auch hier teil echt heftige Sachen erlebt, was ihr Verhalten begründet. Vor allem Alexander hat wirklich dunkle Zeiten hinter sich. Auch hier versteht die Autorin ihre Leser langsam an die Offenbarung seiner Vergangenheit heranzuführen, was ich richtig gut finde. Denn, ganz ehrlich, wir brauchen den Nervenkitzel, die Neugier, die Spannung, richtig? Trotzdem kann man Royal nicht mit SoG vergleichen. Dieses Buch ist eher eine Mischung aus der gefühlvollen Umsetzung von Driven, den bezaubernden Covern von After und der unheimlichen Anziehungskraft von SoG. Hinzu kommt noch die High Society Welt, die wir aus Lost in you kennen. Ja, es gibt viele genretypische Parallelen, aber das ist mir herzlich egal. Liebe, Leid und Hass gehen hier Hand in Hand, aber dennoch ist diese Story gefühlvoll und erwachsen. Die Protas wissen, was sie wollen, was sie sich vom Leben erwarten. Zudem gefällt mir Clara wirklich unheimlich gut. Sie ist schlau und selbstbewusst und kann ihrem Prinzen durchaus die Stirn bieten.
Jetzt habe ich selbst einen halben Roman geschrieben, aber daran seht ihr, wie sehr ich in diese Story vernarrt bin …
Ich sehe es schon kommen, dass sich bei dieser Reihe viele gegensätzliche Meinungen bilden werden, aber ich liebe es einfach! Ich bin mir sicher, dass sich diese Reihe entwickeln und viele Leser in ihren Bann ziehen wird und freue mich riesig auf die nächsten Teile.
Fazit:
Ich. Liebe. Diese. Story. Und ich denke nicht, dass ich die Wartezeit bis zum nächsten Teil überlebe. Geneva Lee erfindet das Rad nicht neu, bringt aber eine ganz andere Atmosphäre in ihren Roman. Wer also erotische Geschichten mit starken Charakteren mag, in der sich die Liebe langsam entwickelt, sollte sich einfach an Royal heranwagen. Ich vergebe 5 / 5 Leseeulen!
Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

ღRezension zu >Rock Kiss: Eine Nacht ist nicht genug< von Nalini Singhღ

Rezension – Rockkiss: Eine Nacht ist nicht genug, Band 1 – Nalini Singh – 410 Seiten – Egmont LYX Verlag
Vielen Dank an den Egmont LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!
Nähere Infos zum Buch findet ihr hier:
Der Inhalt:
In ihrer Kindheit stand Molly Webster wegen eines hässlichen Skandals ständig im Fokus der Medien. Seither hat sie sich geschworen, ein unauffälliges Leben zu führen. Doch dann begegnet ihr der Rockstar Zachary Fox, dessen verführerische Stimme und sinnliche Berührung ihr tief unter die Haut gehen. Ein One-Night-Stand – mehr sollte es nicht sein. Aber Molly merkt schnell, dass eine einzige Nacht mit Fox niemals genug für sie ist.
Das Cover:
PicsArt_1450032372161Das Cover gefällt mir wirklich gut. Es passt zum Genre, sticht durch die schönen Farben und den großen Titel aber dennoch hervor. Der Stil wird für die ganze Reihe weitergeführt und jedes für sich ist ein Eyecatcher.
Der Schreibstil:
Es ist mein erstes Buch von Nalini Singh, und ihr Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Er ist locker, flüssig, passt zur Geschichte und lässt so die Seiten dahinfliegen. Dass man die Story abwechselnd aus der Sicht der Protas (hier also aus Fox‘ und Mollys Sicht) liest, finde ich spannend und es erklärt die jeweiligen Handlungen gut. Man kann sich in beide hineinversetzen und gewisse Entscheidungen nachvollziehen. Diesen Erzählstil mag ich sowieso sehr gern.
Meine Meinung:
Mein erstes Buch über Rockstars und es hat mir gut gefallen. Sicher, es ist nichts Neues in diesem Genre, aber dennoch schön zu lesen. Ich denke, wenn man solche Bücher mag, dann ist einem doch auch ziemlich egal, ob die Storys sich immer wieder ähneln. Und ich stehe dazu, dass ich einfach eine gewisse Sucht gegenüber solchen Geschichten entwickelt habe. Sie entführen den Leser in eine andere Welt, lassen ihn träumen und das Herz, das nach Romantik giert, höher schlagen. Was will ich also mehr?
Die Protas Molly und Fox waren mir sofort sympathisch. Beide sind gut und liebevoll gezeichnet, was ich auch von den anderen Charakteren sagen kann, die in diesem Buch auftreten. Einige davon werden wir in den nächsten Büchern dieser Reihe auch noch näher kennen lernen. Darauf freue ich mich schon.
Molly ist Bibliothekarin. Was für ein Klischee! Denkt man zumindest im ersten Moment, aber so ist es nicht ganz. Sie ist nicht das typische Mauerblümchen und macht sich auch keine unrealistischen Hoffnungen. Ihre erste Nacht mit Fox genießt sie, aber sie ist sich sicher, dass es nur eine Nacht bleiben wird. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, sagt, was sie denkt, hat aber auch eine recht schwierige Vergangenheit hinter sich, wie wir als Leser im Laufe der Geschichte erfahren. Aufgrund dieser Vergangenheit will sie eigentlich ein unauffälliges Leben führen, in das eine Rockstar und Aufmerksamkeit natürlich gar nicht passt. Das alles begründet ihre Gedanken und Entscheidungen gut, weshalb sie mir authentisch vorkam.
Auch Fox‘ Vergangenheit ist nicht ganz einfach – aber das kennen wir in diesem Genre ja schon. Doch, anders als erwartet, ist er hier derjenige, der um eine Beziehung kämpft, was ich durchaus erfrischend fand. Es ist mal nicht die Frau, die dem Mann hinterherrennt und ihn nicht loslassen kann. Man merkt deutlich, dass Molly ihm viel bedeutet und dass er bereit ist, alles zu tun, damit sie irgendwann ihm gehört. Das stellt er ganz schlau an, indem er ihr eine Affäre vortäuscht, sie aber dadurch nur an ihn binden will. Dabei ist er von Anfang an ehrlich, aufrichtig und fürsorglich.
Dennoch finde ich die ganze Beziehung der beiden doch ein bisschen zu naiv. Molly unterwirft sich Fox so schnell, wenn ihr was nicht passt, dann bezirzt er sie einfach mit ihren Liebesspielen und sie vergisst praktisch ihren Ärger und frisst ihm dann aus der Hand. Das ist für Fox natürlich sehr praktisch, denn so muss er keinen einzigen Kompromiss eingehen. Und das ist nicht der einzige Punkt, der mich leider nicht überzeugt hat, dem Buch 5 Leseeulen zu geben. Mir hat da einfach etwas gefehlt, ich kann es gar nicht genau benennen … Im Buch gibt es viele kleine Momente, aber eben keine wirklich großen Wendungen, die mich total vom Hocker gerissen haben.
Trotzdem hat mir der erste Teil der Reihe gut gefallen. Ich habe mich unterhalten gefühlt und konnte mich durch das Buch entspannen und dem Alltag entfliehen. Besonders gut hat mir dabei eben auch gefallen, dass man die Nebencharaktere gleich mit kennen lernt. Allen voran vor allem Charlotte, die restlichen Jungs der Band und Mollys Schwester Thea. Ich würde mich freuen, wenn jeder von ihnen noch einen eigenen Auftritt bekommt – das könnte durchaus spannend werden.
Fazit:
Wer romantische, gefühlvolle Rockstargeschichten mit prickelnden Momenten mag, wird bei Rock Kiss auf seine Kosten kommen. Auch die Nebencharaktere machen hier Hunger auf mehr. Ich vergebe 4 / 5 Leseeulen!
Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

ღRezension zu >Feenglut< von Sandra Bäumlerღ

Rezension – Feenglut – Sandra Bäumler – 374 Seiten – Drachenmond Verlag

Vielen Dank an den Drachenmond Verlag für das Rezensionsexemplar und an Sandra für die liebe Widmung!

Weitere Infos zum Buch findet ihr hier:

https://www.drachenmond.de/titel/feenglut/

 

Der Inhalt:

Die Schwertkämpferin Kayla führt ein entbehrungsreiches, aber freies Leben. Zusammen mit ihrer Schwester Naias zieht sie von Arena zu Arena, um ihrer beider Lebensunterhalt zu bestreiten.

Während die eine Schwester eine außergewöhnliche Kriegerin ist, vermag die andere durch Magie zu heilen. Naias Gabe muss jedoch ein Geheimnis bleiben.

Als Kayla in der Arena von Ro’an zu ihrem bisher schwersten Kampf antritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Naias gerät in Gefahr und Kayla verliert ihre Freiheit. Doch welche Rolle spielt der geheimnisvolle Krieger, dem sie während der Kämpfe in Ro’an immer wieder begegnet?

Das Cover:

PicsArt_1448952863725Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es passt für mich perfekt zur Story. Durch das Feuergesicht übt es eine Faszination aus, die einfach alle Blicke auf sich zieht. Jetzt, da ich das Buch gelesen habe, gefällt es mir sogar noch besser. Nachdem ich den Epilog gelesen habe, wusste ich gleich, dass auf dem Cover eine der Solfeen zu sehen sein muss, um die es in der Geschichte geht. Ich konnte sie mir dadurch gleich noch viel besser vorstellen.

Der Schreibstil:

Sandra Bäumler hat einen schönen, leichten Schreibstil, der die Seiten dahin fliegen lässt. Man findet schnell in die Geschichte und kann sich von Beginn an in die Figuren hineinversetzen. Die Welt von Kayla konnte ich mir gut vorstellen und habe mich durch die detaillierten Beschreibungen manchmal selbst gefühlt, als stünde ich mit ihr in einer der Arenen. Die Autorin hat einfach ein Händchen dafür Umgebungen und Situationen so zu gestalten, dass man sich als Leser sofort wohl fühlt und sich so stundenlang in der Geschichte verlieren kann.

Meine Meinung:

Kayla war mir vom ersten Satz an sympathisch. Sie ist taff, wortgewandt, lässt sich nicht vorschreiben und hat einfach ihre eigene Meinung, die sie auch überzeugt vertritt. Sie behauptet sich in einer Welt, die ihr immer wieder Steine in den Weg wirft, und das alles tut sie für ihre Schwester Naias, denn die kann durch Wasser heilen.

Naias wirkt im Gegensatz zu ihrer Schwester sehr weich und liebenswert. Sie sieht in allem und jedem das Gute. Sie ist nicht begeistert, dass Kayla für Geld immer wieder ihr Leben aufs Spiel setzt und sorgt sich sehr um sie, aber letztlich bleibt ihr nichts anderes übrig, als den gefährlichen Job ihrer Schwester zu akzeptieren.

Die beiden Mädchen haben keine einfache Vergangenheit hinter sich und mit dem Geld, das Kayla als Kämpferin gewinnt, wollen sie Naias die Heilerausbildung finanzieren. Man spürt die starke Verbundenheit der Schwestern und kann deshalb im Laufe der Geschichte ihre Handlungen gut nachvollziehen denn immer wieder müssen sie sich in schwierigen Situationen gegenseitig retten. Dabei ist das für Kayla selbstverständlich, aber sie lässt sich dafür im Gegenzug nur ungern von Naias helfen, weil niemand von ihrer Fähigkeit wissen soll. Doch durch die Kämpfe, die Kayla bestehen muss, kommt es immer wieder zu teils schweren Verletzungen und den beiden bleibt letztendlich keine andere Möglichkeit, als dass Naias sich um ihre Schwester kümmern muss.

Magische Wesen sind in dieser Welt keine Seltenheit und sie sind sehr vielfältig. Heilfähigkeiten, Gestaltwandler, Nixen, Sirenen, Drachen und Feen… da bleibt quasi kein Wunsch offen. Mein Fantasyherz wurde hier nicht enttäuscht und ich habe mich über jedes neue Wesen gefreut, das im Laufe der Geschichte auf den Plan trat. Gleich zu Beginn erfährt man als Leser von der Sage der Solfeen und deren Hintergund. Der Zusammenhang zur Geschichte zeichnet sich erst später ab, aber das hat mir eigentlich ganz gut gefallen, denn so blieb mehr Zeit die Charaktere und die Welt kennenzulernen.

Jede der Figuren, die im Verlauf der Story auftaucht hat ihren eigenen Charme. Sandra Bäumler hat ihre Charaktere liebevoll und vielfältig gestaltet, sodass wohl jeder Leser hier auf seine Kosten kommt. Auch die Liebesgeschichte, die nach und nach in die Story eingebunden wird, hat mich überzeugt. Sie hat sich langsam entwickelt, war authentisch und nicht störend. Die vielen Kämpfe und Wendungen zeigen einen gelungenen Spannungsaufbau, der durch immer wieder neue Entwicklungen nur noch gesteigert wird. Das Buch war für mich ein keiner Stelle langweilig, hat im letzten Drittel aber ein wenig an Fahrt verloren. Doch das spannende, gelungene Finale hat mich dann gleich wieder gefesselt, sodass auch die letzten Seiten dann nur so dahinflogen.

Fazit:

Feenglut ist ein fantastisches Buch mit tollen Charakteren, einer faszinierenden Geschichte und emotionalen Szenen. Ich wurde von der Story gefesselt und gut unterhalten. Ich vergebe 4.5 / 5 Leseeulen und freue mich auf viele weitere tolle Geschichten von Sandra Bäumler!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

ღRezension zu >Throne of Glass: Kriegerin im Schatten< von Sarah J. Maasღ

Rezension – Throne of Glass: Kriegerin im Schatten, Band 2 – Sarah J. Maas – 544 Seiten – Dtv Verlag

Vielen Dank an den Dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mehr zum Buch findet ihr hier:

http://www.dtv-dasjungebuch.de/buecher/throne_of_glass_-_kriegerin_im_schatten_71652.html

Der Inhalt:

Celaena hat sich in einem unerbittlichen Wettkampf gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt und ist nun Champion des Königs. Nach seinen Vorgaben soll sie unliebsame Gegner beseitigen, die dessen grausame Herrschaft beenden wollen. Doch statt sie aus dem Weg zu räumen, warnt Celaena seine Feinde und ermöglicht ihnen so die Flucht. Dieses Geheimnis verbirgt sie zunächst selbst vor Chaol, zu dem sie sich gegen ihren Willen immer mehr hingezogen fühlt. Wie sehr kann sie ihm vertrauen? Schließlich ist Chaol der Captain der königlichen Leibgarde. Soll sie auf ihr Herz oder ihren Verstand hören?

Das Cover:

Ich muss sagen, dass mir das Cover des zweiten Teils wirklich gut gefällt. PicsArt_1448953008108Ich weiß nicht genau warum, wahrscheinlich weil die Farben dieses Mal irgendwie dominanter sind und – für mich – einfach besser zur Aufmachung, Geschichte und der weißen Grundfarbe passen. Oder ich habe mich mit dieser Aufmachung mittlerweile einfach angefreundet, weil ich die Story so liebe.

Der Schreibstil:

Sarah J. Maas hat ihren tollen, detailreichen, flüssigen Schreibstil beibehalten, der für mich in diesem Teil sogar noch besser geworden ist, obwohl ich ihn in Band 1 schon grandios fand. Wieder ist man sofort in der Geschichte gefangen und kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin versteht es spannende Szenen perfekt zu gestalten und den Leser in ihre Welt zu entführen. Man fühlt sich einfach direkt wie zu Hause und will, dass das Buch nicht mehr endet.

Meine Meinung:

Ich weiß nicht, was ich dazu groß schreiben soll, außer: diese Reihe ist einfach der Wahnsinn!

Nie hätte ich gedacht, dass ich Teil 2 noch spannender, noch fesselnder, noch faszinierender finden würde als den ersten Teil. Kriegerin im Schatten hat mich einfach vom Hocker gerissen. Es knüpft direkt an die Geschehnisse von Band 1 an und sofort ist man wieder in der Geschichte. Ich habe den vorherigen Band zwar gerade erst gelesen, aber ich denke, dass man sich in Teil 2 auch schnell einfindet, da immer wieder Geschehnisse angesprochen werden, die man aus Teil 1 kennt.

Celaena hat den Wettkampf gewonnen, ist nun der Champion des Königs und soll in dessen Auftrag Regimegegner ermorden, die ihn stürzen wollen. Aber Celaena wäre nicht Celaena, wenn sie dafür nicht einen Ausweg finden würde, denn sie hasst den König und will eigentlich nicht für ihn morden. Deswegen verhilft sie ihren Zielpersonen zur Flucht und täuscht deren Tode vor. Bis sie den Auftrag erhält jemanden zu töten, den sie ziemlich gut kennt.

Celaena ist mir auch in diesem Teil wieder überaus sympathisch. Ich kenne keine Heldin, die seelisch als auch körperlich so stark ist. Auch in diesem Teil ist sie taff, aber bleibt ihrer Überzeugung treu. Sie ist zwar eine Assassinin, versucht aber gut zu sein, was ihr nicht immer gelingt. Wieder überzeugt sie mich mit Witz und Charme von sich selbst, sodass sie mir nur noch mehr ans Herz gewachsen ist. Sie behält gegenüber ihren Freunden zwar viel für sich, weil sie sie schützen will, aber auch wenn ich sie da ein paarmal gern angeschrien hätte, so kann ich sie doch verstehen. Inzwischen kommt sie mir mehr wie eine gute Freundin als eine Buchfigur vor.

Auch Chaol ist ein Charakter, den ich sehr mag. Er hat immer noch seine Prinzipien, aber mehr und mehr wird ihm klar, dass er mehr für Celeana empfindet. Seine Loyalität gegenüber dem König ist ungebrochen, weswegen ich ihn manchmal gern geschüttelt hätte.

Dorian entwickelt sich im Laufe dieses Bandes zu einem wirklich interessanten Charakter. Anfangs war er noch der zurückgewiesene, beleidigte Prinz, doch gegen Ende von Band 2 erfährt man hier als Leser, dass in ihm viel mehr steckt, als man vielleicht vermutet und als er selbst geahnt hat. Ich hoffe, das im nächsten Band mehr Informationen dazu auftauchen und bin wirklich gespannt, wie sich Dorian entwickeln wird.

Wieder lässt die Autorin den Leser die Geschichte aus verschiedenen Sichtperspektiven erleben. Dadurch fühlt man sich jedem Charakter näher und kann dessen Handeln verstehen. Grundsätzlich bin ich ein Freund von solchen Erzählweisen und finde es auch dieses Mal wieder passend und fördernd für die Geschichte. Der Spannung in diesem Band ist noch größer als in Teil 1. Schlag auf Schlag muss man hier als Leser Wendungen erleben, die man einfach nicht voraus ahnen kann. Ich kann immer noch nicht ganz fassen, was alles passiert ist, auch wenn die Ereignisse im Nachhinein nachvollziehbar sind, so habe ich doch wirklich mit den Tränen kämpfen müssen, die sich hin und wieder in meine Augen gestohlen haben.

Die Liebesgeschichte, die sich in diesem Band entwickelt, hat mich tief berührt, zum Lächeln und Weinen gebracht. Ich habe wirklich gelitten und kann den dritten Band kaum erwarten, denn auch hier lässt Sarah J. Maas ihre Leser mit einem riesigen Cliffhanger zurück. Ich weiß nicht, ob ich sie dafür lieben oder hassen soll.

Fazit:

Ich bin einfach begeistert! Kriegerin im Schatten steht seinem Vorgängerband in nichts nach. Im Gegenteil! Die Spannung wird noch gesteigert, die Charaktere wachsen einem noch mehr ans Herz, es gibt Wendungen, die man nicht vorhersehen kann und die zarte Liebesgeschichte passt einfach perfekt in die Geschichte. Ich vergebe großartige 5 / 5 Leseeulen und kann Band 3 kaum erwarten!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

ღRezension zu >Dante Walker: Seelensammler< von Victoria Scottღ

Rezension – Dante Walker: Seelensammler, Band 1 – Victoria Scott – 476 Seiten – Cbt Verlag

Vielen Dank an den Cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

Näheres zum Buch findet ihr hier:

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Dante-Walker-Seelensammler/Victoria-Scott/e471139.rhd

Der Inhalt:

Dante Walker ist brillant in seinem Job als Seelensammler. Bis er vor einer echten Herausforderung steht – nämlich vor Charlie Cooper, einem total abgedrehten Mädel, dessen Seele er seinem Boss binnen zehn Tagen in die Hölle liefern soll. Eigentlich ein Klacks für jemanden mit Dantes Qualitäten. Doch die werden auf eine harte Probe gestellt, als Nerd Charlie Dantes Gefühlswelt teuflisch durcheinander bringt …

(Inhalt von Amazon.de)

Das Cover:

Das Cover ist in schwarz und grau gehalten und passt damit ziemlich gut zur Geschichte – immerhin bekommen wir die ja aus der Sicht eines Dämons erzählt. Zu sPicsArt_1448952726642ehen ist außerdem der Protagonist Dante Walker. Schon in den ersten Kapiteln erfährt man, dass er überzeugt von sich selbst und mit einem guten Aussehen gesegnet ist. Hohe Wangenknochen, markantes Kinn, trainiert Körper, lässige Haltung. Tatsächlich könnte man ihn sich so vorstellen, wie er hier auf dem Cover dargestellt wird.

Der Schreibstil:

Victoria Scotts Schreibstil kannte ich ja schon von Feuer und Flut. Ihr erstes Buch hat mich vom Hocker gerissen und demzufolge waren meine Erwartungen hier ziemlich hoch. Ich liebe ihren sarkastischen Schreibstil, mit dem sie die Geschichte von Dante Walker beschreibt. Das Buch hat mich durch viel Witz und Charme in seinen bann gezogen und ich habe mich wirklich gut unterhalten gefühlt.

Meine Meinung:

Dante Walker ist egoistisch, selbstverliebt, arrogant und absolut von sich selbst überzeugt. Er ist ein Dämon, ein Seelensammler und der Beste in diesem Job. Er markiert (durch sogenannte Siegel) Menschen für ihre schlechten taten und trägt damit dazu bei, ob sie nach ihrem Tod in die Hölle oder den Himmel gelangen. Aber in letzter Zeit war er nicht so gut wie üblich und deswegen hat er jetzt einen Spezialjob zu erfüllen. Er soll die Seele von einem Mädchen sammeln und dadurch befördert werden. Kein Problem für ihn … denkt er.

Doch Charlie Cooper ist ganz anders als er sich vorgestellt hat. Ihre Seele zu sammeln gestaltet sich schwierig, denn sie scheint so etwas wie die Mutter Teresa unter seinen bisherigen Aufträgen darzustellen. Sie ist nicht nur ein absolut unbeschriebenes Blatt, weil ihre Seele von noch keinem einzigen schlechten Siegel befleckt ist, sondern arbeitet auch noch für eine Wohltätigkeitsorganisation, die sie selbst ins Leben gerufen hat.

Charlie sie ist eine Außenseiterin und ein richtiger Nerd. Sie ist nicht hübsch und weist viele äußerliche Makel auf, die unserer heutigen Ansicht nach nicht dem Ideal von Schönheit entsprechen. Sie ist nicht die typische Heldin, die man erwarten würde. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang schon ein bisschen enttäuscht davon war, dass es in dieser Geschichte eine so große Rolle spielt, dass Charlie eben nicht die klassische Schönheitskönigin ist, aber nach und nach wurde ich da eines besseren belehrt, denn auch Dante merkt mit der Zeit, dass es eben nicht auf Äußerlichkeiten ankommt, sondern auf die inneren Werte. Diese Entwicklung bildet für mich den wichtigsten Punkt der Story und hat mich gegen Ende dann doch wieder überzeugt.

Dante wird mit jeder Stunde, die er mit Charlie verbringt, klarer, dass es einen Grund haben muss, dass sein Boss ausgerechnet ihre Seele so unbedingt haben will. Im Laufe der Geschichte wird dann auch klar warum das so ist. Mit jeder Seite spürt man als Leser, dass Dante nicht von Charlies besonderem Charakter unberührt bleibt. Man erlebt seinen Zwiespalt aus erster Hand und ich fand es wirklich toll, dass er mehr und mehr feststellt, dass er Charlie gar nicht anders haben will, als sie wirklich ist. Dabei hat mich besonders seine Entwicklung im Laufe der Story gefallen. Man spürt einfach, dass er sich von seiner anfänglichen Oberflächlichkeit immer mehr entfernt.

Die Mitte des Buches gestaltete sich für mich leider zäh und langwierig. Die anfängliche Spannung war irgendwie raus, aber gegen Ende wurde ich dann wieder in den Bann des Buches gezogen, wobei vor allem das Finale wieder dazu beitrug, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich bin froh, dass ich dran geblieben bin und wünsche mir, dass der zweite Teil einfach mehr wie das Ende gestaltet ist.

Die übrigen Charaktere (besonders Charlies Freunde) blieben für mich leider sehr oberflächlich gestaltet, dafür war mir Max (Dantes bester Freund) gleich sympathisch und ich hoffe, dass ich im nächsten Teil noch mehr über den Rest der Figuren erfahren kann. Der erste Band kam leider nicht ganz an meiner Erwartungen heran, aber ich denke, dass ich dem zweiten Teil dennoch ein
e Chance geben werde, denn gerade der Anfang und die letzten Kapitel waren doch spannend. Und vor allem Dante ist es allemal wert dieses Buch zu lesen.

Fazit:

Wer sarkastische, fiese und dennoch liebenswerte Badboys mag, der wird Dante lieben. Der erste Teil der Trilogie ist witzig, romantisch und auch spannend, wenn man über ein paar Längen hinweg sehen kann. Ich vergebe 4 / 5 Leseeulen!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben

ღRezension zu >Midnight Girl: Das Lied des Feuervogels< von Melissa Greyღ

Rezension – Midnight Girl, Band 1 – Melissa Grey – Seiten – Cbj Verlag

Vielen Dank an den Cbj Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Mehr zum Buch findet ihr hier:

http://www.randomhouse.de/Paperback/Midnight-Girl-Das-Lied-des-Feuervogels/Melissa-Grey/e467879.rhd

Der Inhalt:

Unter den Straßen von Manhattan lauert eine ungeahnte Welt …

Unter den Straßen von Manhattan existiert eine geheime Welt, zu der noch nie ein Mensch durchgedrungen ist. Mit einer Ausnahme: Die 17-jährige Echo, eine Ausreißerin, lebt beim magischen Volk der Avicen. Sie hält sich durch Taschendiebstahl und nicht immer legale Botengänge über Wasser, wobei ihr die magischen Portale der Avicen in alle Welt sehr gelegen kommen. Als ein uralter Zwist der magischen Völker ihre Existenz bedroht, macht sich Echo auf die Suche nach dem legendären Feuervogel, denn der Legende nach kann allein er die Fehde beenden. Doch auch im verfeindeten Volk der Drakhari gibt es jemanden, der an den Feuervogel glaubt und nach ihm sucht. Schon bald steht Echo ihm gegenüber: Caius mit den unglaublich grünen Augen, der offenbar von seinem eigenen Volk gejagt wird. Sie ahnt nicht, wer er in Wirklichkeit ist …

Das Cover:

Das Cover finde ich einfach total faszinierend. Es ist schlicht, aber dennoch einprägsam. Und es passt perfekt zur Geschichte. Man sieht eine Feder, die in Orange gehalten ist und an Feuer erinnert, was für mich natürlich eine Verbindung zum Feuervogel herstellt. Der Hintergrund ist schwarz, was einen hervorragenden Kontrast zur Deder herstellt. Jetzt, da ich mit dem Buch fertig bin, kann ich auch eine Verbindung zu den Farben herstellen. Ich weiß nicht, ob es Absicht vom Verlag ist, aber ich denke da besonders ans Ende. Und an die verschiedenen Farben des Feuers. Für mich ein perfektes Cover!

Der Schreibstil:

Der Schreibstil von Melissa Grey ist einfach magisch. Von der ersten Zeile an hat sie mich in die Geschichte entführt und so schnell nicht mehr gehen lassen. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch und das ist wohl vor allem dem tollen Schreibstil zu verdanken. Ich liebe es, wenn Autoren auch einen gewissen Witz in ihre Geschichte einbauen, und Melissa Grey wirft hier oft mit Sarkasmus um sich. Das ist genau mein Geschmack!

Meine Meinung:

Avicen … Avi-was? Ja, Avicen kannte ich tatsächlich noch nicht. Ich wusste nicht, was ich mir darunter vorstellen soll. Aber Melissa Grey hat eine so tolle Art ihre Charaktere zu beschreiben, dass ich mir dieses Volk sehr gut vorstellen konnte. Sie sind vogelähnlich und haben Federn statt Haare. Und dabei sieht jeder Avice anders aus. Von Eulen, über Falken und Tauben, bis hin zu einem Pfau ist einfach alles dabei und ich fand es großartig! Auch die Drakhari fand ich faszinierend, die Drachen ähneln. Mit denen haben sie aber nicht mehr allzu viel gemeinsam, außer ein paar Schuppen auf den Wangenknochen (und manche können auch mit Feuer um sich werfen). Dabei spielt auch eine Art Magie eine große Rolle. In Form von schwarzem Staub können nämlich Tore geöffnet werden, die in eine Zwischenwelt führen, durch die man dann wie bei einem Portal von einem Punkt zum anderen reisen kann. Das ist an sich nichts Neues, hat mich aber trotzdem beeindruckt. Und das wird wieder so schön beschrieben, dass man als Leser selbst glaubt durch das „Dazwischen“ zu reisen.

Beide Völker verbindet eine Vorgeschichte, die in einen Krieg geführt hat, der seit langer Zeit andauert und schon einige Opfer gefordert hat. Natürlich gibt es auch hier die üblichen Einstellungen dazu: die einen wollen, dass der Krieg weitergeht; die anderen, dass er endlich endet und Frieden herrscht. Und mittendrin befindet sich Echo, ein siebzehnjähriges Menschenmädchen. Sie hat sich auf der Straße durchschlagen müssen und wurde dann von der Ala, einer Avicin, in einer Bibliothek gefunden. Sie nahm sie auf und seitdem wuchs Echo bei den Avicen auf. Aber das bedeutet nicht, dass alle sie als Teil ihres Volkes sehen, was sie natürlich sehr belastet. Trotzdem hat sie viele Freunde, die ihr nahestehen. Besonders ihre beste Freundin Ivy, die mir gleich sympathisch war, und Rowan, mit dem sie erst seit ein paar Wochen zusammen ist. Echo findet eine Spieluhr und bringt damit die Suche nach einem Mythos ins Rollen. Der Feuervogel soll nämlich den Krieg zwischen den Völkern beenden. Auf der Suche nach dem Feuervogel begegnet Echo Caius, einem Drakhari. Als Leser weiß man auf vorangegangenen Kapiteln, dass er der Drachenprinz ist, aber das behält er gegenüber Echo für sich.

Echo hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Sie ist klug, liebenswert, aber auch unheimlich taff, was an den Umständen ihrer Kindheit liegt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was ich ja sowieso sehr mag, und ist manchmal echt richtig frech. Sie sagt, was sie denkt und das macht sogar bei Caius Eindruck.

Auch Caius habe ich sofort gemocht. Er ist nicht der typische Prinz, den man vielleicht erwarten würde, denn auch er hat eine traurige Vorgeschichte. Seine Geliebte ist vor langer Zeit in einem Feuer umgekommen und diesen Verlust hat er noch nicht verkraftet. Manchmal wirkt er ein wenig verschlossen, aber er ist dennoch sympathisch, und mit der Zeit taut er auch auf.

Auch die restlichen Charaktere haben mir sehr gut gefallen und die Liebesgeschichten, die Melissa Grey in ihre Story eingebunden hat, waren für mich glaubhaft und einfach schön zu lesen. Da verliebt sich niemand Hals über Kopf, sondern die Gefühle schleichen sich langsam und mit jedem Gespräch deutlicher in die Herzen der Charaktere (und des Lesers). Anfängliches Misstrauen wird wunderschön (und begründet) abgelegt und die Gruppe wächst sichtlich zusammen. Die Handlungen der Figuren waren für mich stets nachvollziehbar.

Der Storyverlauf war für mich spannend, auch wenn ich schon am Anfang so eine Ahnung hatte. Trotzdem habe ich an jeder Seite wie eine Süchtige gehangen und das Buch verschlungen. Das liegt vor allem an den starken Figuren und an dem traumhaften Setting, das den Leser auf eine rasante Schnitzeljagd durch viele tolle Städte mitnimmt. Zu keiner Zeit kam Langeweile auf und es gab für mich auch keine Passagen, die sich irgendwie in die Länge zogen (was nach meinem letzten Buch auf jeden Fall sehr erfrischend war). Das Ende fand ich auch spitze. Es gibt keinen fiesen Cliffhanger, aber trotzdem bleiben viele Fragen offen, die im nächsten Band sicher beantwortet werden. Mein Leserherz ist auf jeden Fall zufrieden mit dem Ende.

Fazit:

Ich bin begeistert! Dieser Roman ist fantastisch, spannend und vielversprechend. Ich sehne dem Erscheinen von Band 2 entgegen und vergebe überzeugende 5 / 5 Leseeulen! Definitiv mein Monatshighlight im November!

Sylvia von Bücher ღ weil wir sie lieben